Morgenstern, Danny und Hobsch, Manfred: James Bond XXL
Das weltweit umfangreichste 007-Nachschlagewerk
Da denkt der geneigte Leser noch vor einer Weile:
„Mann, das große
Beatles Lexikon ist vielleicht dick“. Und schon gucken ihm Sean
Connery und Roger Moore von „James Bond XXL“ lässig in die
Augen. Mit seiner ziegelsteinigen Form macht das Nachschlagewerk
seinem Namen alle Ehre.
Da es unnötig ist, den Geheimagenten Ihrer Majestät, James Bond,
vorzustellen, tauchen wir gleich in dieses Mammutwerk ein. Seit
immerhin 1962 wächst die Fangemeinde stetig an, viele Leute träumen
davon, einmal so lässig wie Bond im Aston Martin DB III durch die Welt
zu cruisen und dabei charmant den Damen zuzulächeln. Welchen Damen
noch mal genau? Ach ja, zum Beispiel Ilse Steppat oder Ursula Andres
oder Denise Perrier
Wie Bond den Martini trinkt, weiß mittlerweile fast jeder Vorschüler,
hoffentlich nicht von eigenen Tests. Dass James es „immer um fünf“
mache, weiß der Ultra-Fan seit 1983 („Sag niemals nie“) oder
eben aus diesem Buch.
Und wenn die Konversation auf der Party mal wieder abflacht, kann man
Dank „James Bond XXL“ auch mal lässig ins Gespräch einstreuen, warum
David Bowie, Ringo Starr und Sting es ablehnten, in „In tödlicher
Mission“ mitzuspielen, und welcher Star schauspielerte und den
Titelsong sang.
Das ist genau das Spezialistenwissen für den verschrobenen Filmfan,
dem der Name von Pro Siebens Aushängeschild, Stromberg, doch
gleich bekannt vorkam. Nämlich als Bösewicht in „Der Spion, der
mich liebte“.
Dass sämtliche Filme und die dazugehörigen Romane über den englischen
Agenten verzeichnet sind, versteht sich von selbst. Doch daneben
erstreckt sich eine schier unendliche Assoziationskette an Begriffen
aus dem Kosmos der Agenten: etwa der „Akte 7634733“, die Bond
in „Die Welt ist nicht genug“ einsieht, um Informationen über Elektra
Kings Entführung ausfindig zu machen. Oder aber eine ellenlange
Auflistung aller Autokennzeichen, die James’ Fahrzeuge trugen.
Die Bondomanie kennt also keine Grenzen.
Hin und Wieder driften die Autoren sehr weit vom Thema ab, wenn
beispielsweise „Jazz“ mit dem Verweis, „siehe unter ‚Musik’“ versehen
ist. So füllen sich schnell tausende Seiten. Aber ist es nicht genau
das, was man als Filmfan möchte, das kleinste Detail der kleinsten
Details herausfindet. Also vorwerfen kann man den Autoren Hobsch und
Morgenstern daher nichts, außer extremster Gründlichkeit, die sich in
10.000 Einträgen und über 1700 Seiten niederschlägt.
Wer sich bei solchem Expertentum verständnislos am Kopf kratzte,
sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Allen anderen sei
empfohlen, es locker mit Nick Hornby zu sehen: „Besessenheit erfordert
eine lobenswerte geistige ‚Beweglichkeit“.
Morgenstern, Danny und Hobsch, Manfred: „JAMES BOND XXL - Das
weltweit umfangreichste 007-Nachschlagewerk“, 1740 Seiten, etwa 100
Abbildungen, Taschenbuch in zwei Bänden, Verlag: Schwarzkopf &
Schwarzkopf, 29,90 €, ISBN 3-89602-545-7
Autor: Holger Günther ; Quelle:
http://www.szenepunkt.de/artikel_show.php?objid=7773&grpid=0
Szenepunkt Redaktion Leipzig
30.12. 2006 - Braunschweiger Zeitung

Zum Bericht geht es hier ...
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/6238876
«James Bond XXL» -
Antworten auf alle Fragen über 007
Berlin (dpa) - Wer außer Ian Fleming hat noch James-Bond-Romane
geschrieben? Wer war der «echte» James Bond? Welches Buch von Eric
Ambler liest Bond in einem der Romane während einer Zugfahrt? Nicht nur
auf diese Fragen, sondern auch auf alle anderen, die einem zu James Bond
einfallen könnten, gibt «James Bond XXL» die Antwort.
Der Berliner Verlag
Schwarzkopf & Schwarzkopf nennt das zweibändige Lexikon mit seinen gut
1700 Seiten das «weltweit umfangreichste 007-Nachschlagewerk». Die
Autoren Danny Morgenstern, Jahrgang 1979, und Manfred Hobsch, geboren
1951, haben mehrere Jahre lang alles Material über James Bond
zusammengetragen und Interviews mit Darstellern und Produzenten geführt.
Das Ergebnis ist in zwei dicken Taschenbuchbänden alphabetisch geordnet
und mit über 100 Fotos ergänzt. Es enthält Informationen über alle
Romane, alle Filme, alle Autoren, alle Schurken, alle Bond-Girls, alle
Lieder, alle Getränke, alle Küsse, alle Darsteller, alle Regisseure -
und nicht nur das.
Quelle:
http://sol.20-cent.de/lifestyle/kunst/neuerscheinungen/art12810,1165619.html?fCMS=3e28419b3742387914f527662dd12117
und
http://www.schwarzwaelder-bote.de/wm?catId=79068
und
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1346810
James
Bond XXL
rezensiert von
Kevin Reymann
„Wodka-Martini,
geschüttelt, nicht gerührt. [..] Der Wissenschaftler John Trevithik fand
heraus, warum geschüttelter Wodka-Martini gesünder ist als gerührter.
Bei seinem Experiment versetzte er Gin-und-Vermouth-Mischungen mit
Wasserstoffperoxid. In geschüttelten Wodka-Martinis bildeten sich
doppelt so viele Antioxidantien wie im gerührten. Die Antioxidantien
helfen bei der Bekämpfung der zellschädigenden freien Radikalen. [..]“
Dies ist nur ein Teil eines von fast 10.000 Stichworten in der
Zweibändigen „James Bond XXL“-Encyclopedia. „Noch nie gab es einen so
detaillierten Überblick über das James Bond Universum“ steht es im
Klappentext. Dieser Aussage ist nur zuzustimmen. Die Redaktion konnte
jedenfalls keinen finden.
Beide Bände haben um die 800 Seiten. Band Eins behandelt die Buchstaben
A-K, der Rest ist in Band Zwei zu finden. Ebenfalls in Band Zwei
befindet sich eine Übersicht aller James Bond Romane inklusive ihrer
Veröffentlichungsdaten in Amerika, England und natürlich Deutschland.
Als Bonus beinhalten beide Bände in der Mitte einige Hochglanzseiten mit
Bildern vom Dreh von Cast und Crew sowie einiger anderer interessanter
Objekte, zum Beispiel einiger Fanartikel.
Im Vorwort schreiben die Autoren Danny Morgenstern und Manfred Hobsch,
dass bereits im Jahr 2000 begonnen wurde, am Manuskript zu schreiben.
Die geplanten 500 Seiten reichten vorne und hinten nicht. Sie wurden
mehr als verdreifacht.
Die Einträge umfassen das gesamte Bond-Universum. Damit sind alle Filme,
einschließlich der neuen „Casino Royal“-Fassung von 2006, alle Romane
und auch Comics gemeint. Es gibt Informationen zu Autoren,
Schauspielern, Regisseuren, Drehorten, Waffen, Autos, Getränken,
Organisationen, Länder, Besucherzahlen der Filme und diversen anderen
Bereichen.
Abschließend bleibt nur noch ein wichtiger Faktor. Der Preis. Nicht
selten sind Lexika nicht ganz billig. Anders ist es hier. Der Verlag hat
beide Bände für zusammen 29,90 Euro in den Handel gegeben. Wenn man
diesen Preis mit manchen langweiligen 200 Seiten Romanen vergleicht, ist
dieser Überblick ein echtes Schnäppchen.
Fazit: Den Autoren ist ein Meisterwerk gelungen, welches in
keiner James Bond-Sammlung fehlen darf!
Quelle:
http://www.sf-radio.net/buchecke/sachbuecher/isbn9-7838-9602-5456.html
“James Bond XXL”
Wer bisher noch nicht
alles über James Bond wusste, für den bleiben künftig keine Fragen mehr
offen. Seit kurzer Zeit gibt es das ultimative zweibändige
Nachschlagewerk mit dem Titel “James Bond XXL”. Den Titel darf man
wörtlich nehmen, denn die Autoren Danny Morgenstern und Manfred Horbsch
sind beide Spezialisten in Sachen “007” und haben jedes nur denkbare
Utensil für die prall gefüllten Bände erfasst und aufgelistet. Die
Bücher lesen sich wie ein Lexikon und sind stichwortartig unterteilt. In
jedem Band finden sich zur Mitte hin zahlreiche Fotos aus den bis dato
insgesamt 20 Bond-Filmen angefangen mit der offiziell ersten Produktion
“James Bond jagt Dr. No”. Auch der allerneueste Streifen “Casino Royale”
wurde aktuell in Wort und Schrift mit berücksichtigt. Als Fan des
britischen Agenten kommt man an diesem umfangreichen Doppelpack nicht
vorbei und die pralle Fülle der Informationen sorgt für stundenlangen
Lesespaß. “James Bond XXL” von Danny Morgenstern und Manfred Horbsch ist
im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschienen.
R.G.
Quelle:
http://www.radio-ruhr.net/Literaturtipp/literaturtipp.html
Montag,
8. Januar 2007
Der Film ist nicht
genug
James Bond XXL
Was
wissen Sie über James Bond? Ok, Doppel-Null-Agent und darum mit der
Lizenz zum Töten ausgestattet. Er ließ den Gauner Dr.No zur Hölle
fahren, erhielt Liebesgrüße aus Moskau und erkrankte niemals am
Diamantenfieber. Ach, wurde er überhaupt mal von Schnupfen geplagt und
lag krank im Bett? Zugegeben, es gab da diese Masseurin, die sich des
alternden Rückens annahm, aber wirklich krank? Tja, und schon ist sie
da, die spezielle Frage an Bond-Experten.
Danny
Morgenstern und Manfred Hobsch wissen die Antwort, weil beide ohnehin
alles wissen, zumindest über den berühmtesten Agenten im Geheimdienst
ihrer Majestät. Auf mehr als 1.700 Seiten haben die Autoren in "James
Bond XXL" so ziemlich alles zusammengetragen, was wir eigentlich schon
immer wissen wollten. Eine Art gedrucktes Wiki zum Thema, denn es finden
sich die unglaublichsten Details. In dem auf zwei Bände verteilten
finden sich fast zehntausend Stichworte. Von A wie "A", der Blutgruppe
von 007, bis 101.206.000 $, der Schadenssumme des Carlos-Showdowns in
Casino Royale – detailverliebt geben Morgenstern/Hobsch den
tiefstmöglichen Einblick in Leben und Erschaffung von James Bond.
Wie
in jedem Lexikon lässt sich die Fülle der angebotenen Informationen auch
hier nicht durch fortlaufendes Lesen verwerten. Es handelt sich um ein
Nachschlagewerk für Hardcore-Fans – nur die werden auch den Wert von
James Bond XXL zu schätzen wissen. Denn welchen durchschnittlichen
Kinogänger interessiert schon das Kennzeichen des Fluchtfahrzeuges von
General Ourumov? Wer dieses Lexikon kauft, um es zu verschenken, kann
einem echten Fan kaum eine größere Freude machen. Und noch vor dem
Einpacken schnell diese Wissenslücke schließen.
Um
auf die Frage nach JBs Krankengeschichte zurückzukommen: James war
wirklich einmal krank, Windpocken sollen es gewesen sein oder Masern.
Allerdings war es zur Weihnachtszeit und James noch ein Kind. Den
Hinweis gibt der 23. Roman "Sieg oder stirb, Mr.Bond", der bislang nicht
verfilmt wurde. Wer es also ganz genau wissen will, dem seien die Bände
empfohlen.
André
Busche
Quelle: http://www.n-tv.de/751026.html
08 / 2006 - BBG Journal Ausgabe 46
Danny Morgenstern: Besessen von Bond
Als er sein Manuskript durchlas, war Danny Morgenstern an einigen
Stellen überrascht: "Ich wusste gar nicht mehr, was da alles drin
steht." Der 27-Jährige hat ein Wahnsinnswerk abgeschlossen: Ein
zweibändiges James-Bond-Lexikon mit über 10.000 Einträgen auf mehr als
1700 Seiten. Anfang Oktober erscheint es im Berliner Verlag Schwarzkopf
& Schwarzkopf.
Lange Zeit konnte man das Auto Morgensterns sofort im Stadtgebiet
erkennen: An der Seite große 007-Aufkleber, vor der Heckscheibe ein
Aufsteller des letzten Films. Seine Wohnung in Braunschweig ähnelte
einem kleinen Bond-Museum: mit gerahmten Plakaten aller Filme,
Darstellerfiguren, Bond-Rasierer, Martini-Glas, einer Walther PPK und
sämtlichen Büchern und Filmen.
"Als ich sechs war, hat mir mein Opa ´Leben und sterben lassen` auf
Video aufgenommen. Ich sah das Einstiegslogo mit dem Pistolenlauf und
war sofort fasziniert", erzählt Morgenstern. Wie elegant der Agent jede
noch so ausweglose Situation löste, die Geheimwaffen und Technik, die er
nutzte: Das begeisterte ihn so sehr, dass er einige Filme zehnmal sah:
"Es war immer etwas Neues zu entdecken."
Während der Buch-Recherche hat er nun jeden der 20 offiziellen und drei
inoffiziellen Film über 20-mal gesehen - auch in Englisch und
Französisch, um originelle Übersetzungen zu finden: "In ´Octopussy` wird
Roger Moore z.B. von einem Tiger angesprungen. In der deutschen Fassung
wurde aus dem Satz ´Sit down` die Pointe ´Du gehörst in den Tank`",
berichtet er. Auch alle Filmfehler hat er festgehalten: Quietschende
Reifen auf Sandboden, eine im Schlammbad erstickte Leiche, die die Augen
fester zusammenkneift, als ihr Gesicht mit Wasser abgespritzt wird,
weiße Rosen in einer Vase, die nach einem, Einstellungswechsel zu rosa
Tulpen werden, und vieles mehr.
Ebenfalls ergiebig: Der Vergleich der Filmhandlungen mit den Romanen und
Drehbuchfassungen. "Die meisten kennen nur die Filme. In den Romanen ist
Bond ganz anders, viel brutaler", so Morgenstern. Viele Szenen wurden
von den Filmautoren geändert oder hinzugefügt. Manch eine Idee im
Drehbuch wurde im Film dann jedoch nicht realisiert, weil sie zu
kostspielig war. So war in "Der Morgen stirbt nie" etwa geplant, dass
Bond an einem gefrorenen Wasserfall hochklettert und auf halbem Weg
einen Haken hineinschlägt, so dass der untere Teil abbricht - was aber
als zu riskant für den Stuntman verworfen wurde.
Interessant ist auch, wie in den Filmen frühere Handlungen aufgegriffen
werden. So fällt 007s Blick in "Moonraker" etwa auf eine Metallbrücke,
die über ein Wasserbassin führt. Anscheinend erinnert er sich daran,
dass es in "Man lebt nur zweimal" eine klappbare Brücke gab und die
darauf stehende Person in ein Piranha-Becken stürzte. So wählt er den
Weg um den Teich herum - und wird überraschend mit einer kippbaren
Felsplatte in das Becken zu einem Riesenpython katapultiert. Vieles gibt
es zu entdecken, wenn man das Lexikon gelesen hat.
Fünf Jahre hat der hauptberufliche Tanzlehrer in seiner Freizeit an dem
beachtlichen Werk gearbeitet. Für echte Fans trug er sogar zusammen, was
Bond wo trank, welche Kennzeichen seine Autos hatten oder wen er wie
küsste. Alle Schauplätze, Charaktere, Schauspieler, Gefahren, Waffen und
Pointen werden ausführlich vorgestellt. Dazu gibt es reichlich
Insiderwissen und hunderte Anekdoten.
Länger als ein Jahr wollte er an dem Buch an sich nicht schreiben, sagt
Danny Morgenstern. Doch das Werk verselbständigte sich. "Das Buch hat
mich ein bisschen kuriert", so der 27-Jährige. "Ich bin fast des Themas
überdrüssig." Den größten Teil seiner Sammlung hat er erstmal im Keller
eingelagert.
09 / 2005 – Tanzsportmagazin „Swing" (Ausgabe 82)
Interview mit Danny
Morgenstern
Swing: Wie kommt man auf die Idee ein Buch über James Bond zu
schreiben?
Morgenstern: Die James-Bond-Filme haben mich schon früh
fasziniert. Meinen ersten Bond-Film sah ich sicher im Alter von 6 oder 7
Jahren. Das ist die Situation, in der viele Mütter aufschreien: "Mein
Kind darf nicht soviel fernsehen, es muss um 18:00 Uhr im Bett liegen!"
Hätte ich nicht die Chance bekommen, mich früh mit diesem Medium
auseinander zusetzen, dann wäre ich heute sicherlich kein Autor.
Swing: Und wie kommt man nun auf die Idee ein Buch zu schreiben?
Morgenstern: Ich habe schon während der Schulzeit für viele
Zeitungen geschrieben. Mit der "Swing" in Ausgabe 3 fing alles an, dann
wurde ich freier Mitarbeiter bei der „Cocktail“, bei der Braunschweiger
Zeitung und veröffentlichte auch Texte in vielen anderen Zeitungen und
Zeitschriften. Der ehemalige Chef-Redakteur der „Cocktail“ schrieb dann
irgendwann das Buch „Lexikon der Idole“, und ich bot mich an, für dieses
Buch Texte über Sean Connery und Jean D'Arc zu verfassen. Das war der
Einstieg. Dann unterbreitete ich dem Verlag, bei dem dieses Buch
erschien, die Idee, ein Buch unter dem Titel „James-Bond-Lexikon“ zu
schreiben und nachdem ich Probetexte abgeliefert hatte, bekam ich den
Zuschlag.
Swing: Woher kommt das fundierte Wissen über 007?
Morgenstern: Nur die 20 offiziellen und 3 inoffiziellen Filme
gucken nutzt natürlich nichts. Ich habe intensiv alle James-Bond-Romane
durchgearbeitet, die sich, wenn sie überhaupt verfilmt worden sind, sehr
von den Kinofilmen unterscheiden. Es gibt rund 40 James-Bond-Romane und
12 Kurzgeschichten von Ian Fleming, dem Schöpfer James Bonds, und vielen
anderen Autoren. Noch heute werden neue Bücher geschrieben. Danach habe
ich alle Bücher durchgearbeitet, die sich mit 007 beschäftigen, das
waren dann noch mal ca. 50 teilweise englischsprachige Wälzer. In „James
Bond XXL“ wurde nun dieses ganze Wissen zusammengetragen.
Swing: Wie war das zeitlich realisierbar?
Morgenstern: Am Anfang meiner Tanzlehrerausbildung habe ich
meinem Chef Stefan Krause von dem geplanten Buch erzählt und er hat mich
voll unterstützt. Während der Bürozeiten, wenn nichts anderes zu tun
war, habe ich dann in der Tanzschule am Rechner gesessen und fleißig
getippt.
Fotos für „XXL“ stammen von Andreas Koczwara, Frau Kreklau-Giemulla war
für Übersetzungen und Korrekturen rund um die Uhr für mich da, ohne ihre
Hilfe würde ich heute noch schreiben. Es sollten erst nur 500 Seiten
werden und ich habe geglaubt, ca. 1 Jahr zu schreiben, doch mein
Verleger teilte mir schon früh mit: „Es ist immer mehr als man denkt!“.
So kamen schließlich 1700 Seiten in fünf Jahren zustande, die nun über
1000 Buchseiten füllen...
Swing: Wer ist Manfred Hobsch?
Morgenstern: Herr Hobsch ist ein erfahrener Autor aus Berlin. Der
Verlag hat ihn zum Projekt hinzugezogen, um die Texte lesbarer zu machen
- ich bin eben doch in erster Linie Tanzlehrer.
Swing: Schon ein neues Buch in Planung?
Morgenstern: Ich denke, nach 5 Jahren Arbeit, in denen über 1700
Seiten entstanden sind, haben sich alle Beteiligten eine Pause verdient.
Dennoch, ein Skript für einen Roman habe ich schon zu Hause liegen, den
habe ich 2000 geschrieben und vielleicht findet sich ja ein Verlag, der
daran interessiert ist.
Auch das Thema 007 gibt noch witzige Komponenten her, da kommt bestimmt
noch ein kleines Buch zustande.
Man sollte immer über etwas schreiben, mit dem man sich auskennt. Da
kommt bei mir noch Tanzen in Frage...und Frauen (lacht)...mal sehen.
Swing: Ist während der Arbeit an „James Bond XXL“ etwas
erwähnenswertes passiert?
Morgenstern: Erwähnenswert ist alles. Ein schlimmes Trauma hat
eine Malzbierflasche bei mir ausgelöst, die umfiel, als ich schrieb und
sich in die Tastatur ergoss. Daraufhin entstand ein Buchstabenwirrwarr
auf dem Bildschirm. Andreas Koczwara ist bei so etwas immer schnell zur
Stelle und hilft. Er befreite die Tastatur auch einmal von ausgelaufenem
Yoghurt.
Swing: Was erfährt man in „XXL“, was man vorher nicht wusste?
Morgenstern: Da gibt es viele interessante Dinge. Zum Beispiel
wie die Pornoindustrie auf den Erfolg der 007-Filme reagiert hat: um nur
einige amerikanische Beispiele zu nennen: „I only came twice“, „You're
only wet twice“ und „You gave me crotch lice“ alle als Anspielungen auf
„You only live twice“ oder „Jizz an Sweat Pie“, „The give and get Guy“
und „I live for wet pie“ als Anspielungen auf „Live and let die“.
In der deutschen Videotheken werden Filme wie „Bonds Girls“ und
„Liebesgrüße aus Mallorca“ verliehen. Weitere Filme, die sich
hauptsächlich unter der Gürtellinie abspielen, aber weniger erfolgreich
waren, trugen die Titel „Jane Bond 0069“. Ein Hardcore-Darsteller ist
sogar soweit gegangen, dass er sich James Bond als Künstlernamen
zugelegt hat.
Spannend ist auch, was der Wissenschaftler John Trevithik herausgefunden
hat: geschüttelter Wodka-Martini ist gesünder als gerührter. Er fand
heraus, dass sich in geschüttelten Martinis doppelt so viele
Antioxidantien bilden als in gerührten. Die Antioxidantien helfen bei
der Bekämpfung der zellschädigenden freien Radikale. Ein anderer
Forscher beschrieb das als Verjüngungskur für den Konsumenten.
Swing: Ist das Buch eine Empfehlung für den Nachttisch?
Morgenstern: Eher nicht. Ich rate dazu, sich das Buch nur zu
kaufen, wenn man 007 kennt und sich dafür interessiert. Das Ding liest
keiner einfach so durch. Es ist zu speziell. Wenn mir jemand einen
Gefallen tun möchte, dann soll er 100 Stück kaufen und sie in seinem
Freundeskreis verschenken.
Swing: Wie steht es im Moment um die Vorbestellungen des Buches?
Morgenstern: Genaue Zahlen kann ich nicht sagen, aber unter den
148 verschiedenen Bond-Büchern die amazon.de im Internet anbietet, war
ich zwischenzeitlich beim Verkaufsrang schon auf Platz 11. Bei bol.- und
buch.de war ich im Juni für 10 Tage sogar auf Platz 1. Damit kann man
ganz zufrieden sein, denke ich.
Swing: Gibt es ein Erfolgsrezept?
Morgenstern: Ein Erfolgsrezept gibt es genauso wenig wie eine
Erfolgsgarantie. Aber bei einer Sache bin ich mir sicher: Hinter jedem
erfolgreichen Mann steht eine Frau.
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